Würstchen von Jugendlichen

Mit einer Überraschung wartete die Jugendgruppe der Kirchengemeinde vor der dritten Sommerkirche auf: Sie erfreuten die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes mit frisch gegrillten Würstchen im Brötchen und erfrischenden Getränken. Das Angebot wurde gerne angenommen und die Jugendlichen bekamen viel Lob für ihre Initiative. Auch Pfarrer Möhl dankte den insgesamt sechs jungen Menschen (Leonie-Sophie Lippka, Lina Sophie Kraus, Kiara Leonie Bernzen, Mario Gramse-Römer und Joschua und Jona Schwandt), die sich immer donnerstags im Nebenraum der Pauluskirche treffen. Begleitet werden Sie dabei von Pfarrerin Martina Grebe und Jugendmitarbeiter Hendrik Scheffler. „Es ist ein zartes Pflänzchen Jugendarbeit, über das wir uns sehr freuen“, sagte Pfarrer Markus Möhl zu Beginn der Andacht, die das Thema Schöpfung zum Inhalt hatte. Möhl gedachte in den Fürbitten der Opfer der Flutkatastrophe und betete um Trost für die Menschen, die dabei Angehörige verloren haben.
(Foto: Marina Schwandt)

Abschied vom Paul-Gerhardt-Haus

In einem bewegenden Gottesdienst wurde das Paul-Gerhardt-Haus in Walstedde am 4. Juli entwidmet und ist seitdem kein Kirchengebäude mehr.

An dem Gottesdienst nahmen neben den Mitgliedern des Presbyteriums und des Pfarrteams zahlreiche Walstedder Gemeindeglieder teil. Der Bürgermeister der Stadt Drensteinfurt, Carsten Grawunder, überbrachte die Grüße der Stadt, die das Gebäude über einen Grundstückstausch erworben hat und dort demnächst eine Mensa für die Dorfbewohner aufbauen will. Er erinnerte an die Herausforderung, vor der sowohl die Kommune als auch die Kirchengemeinde stehen: Nachwuchs zu gewinnen, um Gemeinschaft erlebbar zu machen.
Auch Dr. Tilman Walther-Sollich, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Hamm, richtete sich in einem Grußwort an die Gottesdienstbesucher*innen. Er sprach dem Presbyterium seinen Respekt für den schweren Entschluss aus, das Paul-Gerhardt-Haus abzugeben und erinnerte an die vielen Begegnungen und Erfahrungen, die trotz der Entwidmung nicht verloren gehen würden.

Pater Johny Abraham Kochumparabil von der katholischen Kirchengemeinde lud die evangelischen Mitchristen herzlich dazu ein, künftig Gottesdienste in der St.-Lambertus-Kirche zu feiern und weitete die Gastfreundschaft auch auf das katholische Gemeindehaus aus.

Gegen Ende des Gottesdienstes wurden u.a. die Osterkerze, die Altarbibel und die Abendmahlsgerätschaften aus dem Kirchraum getragen und im Garten in eine Truhe gelegt, wo sie bis zur weiteren Verwendung aufbewahrt werden.
(Foto: Simon Beckmann)

Erster evangelischer Gottesdienst in St. Lambertus in Walstedde am 25. Juli

Ein Zeichen ökumenischer Gastfreundschaft setzen die katholische und evangelische Gemeinde in Walstedde. Nachdem die evangelische Kirchengemeinde Ahlen das Paul-Gerhard-Haus aufgegeben hat, wird sie ab dem 25. Juli die Sonntagsgottesdienste einmal im Monat um 11 Uhr in der katholischen St. Lambertus-Kirche feiern. Auch Taufen, Beerdigungen und Hochzeiten werden die evangelischen Walstedder dort feiern können. Außerdem werden die evangelischen Gruppen das katholische Pfarrheim nutzen können. Pastor Schlummer und die Gremien der Pfarrei St. Regina freuten sich über die schnelle Einigung in den letzten Gesprächen und das ökumenische Zeichen der Gastfreundschaft. Die evangelischen Christen – vertreten durch die  evangelische Pfarrerin Dorothea Helling und Presbyterien Helga Hintzke-Hartwig – betonten das herzliche Willkommen, das ihnen in diesem Kooperationsprozess begegnet ist.

Am 25. Juli wird der erste evangelische Sonntagsgottesdienst in St. Lambertus gefeiert, den Pfarrer Markus Möhl, Vorsitzender des Presbyteriums, hält und in dem Pater Johny Abraham Kochumparabil ein Grußwort spricht. Auch weitere ökumenische Kooperationen z.B. in der Seniorenarbeit und durch die Feier ökumenischer Gottesdienste werden angestrebt.
Die evangelischen Taufen werden am über 600 Jahre alten Taufstein gehalten, zumal die Kirchen die Taufen gegenseitig anerkennen. Die katholischen Gottesdienstzeiten bleiben unverändert bestehen.    
(Quelle und Foto: http://www.katholische-kirche-drensteinfurt.de)

Regenbogenflaggen: Schmierereien an der Pauluskirche

Eigentlich hätte heute an dieser Stelle ein Text veröffentlicht werden sollen, dass an der Pauluskirche, der Paul-Gerhardt-Kirche und der Christuskirche Regenbogenflaggen aufgehängt wurden. Das Presbyterium hatte sich zu dieser symbolischen Aktion entschieden, um damit sichtbar Stellung zu beziehen – für Toleranz, Weltoffenheit und Achtung vor jedem Menschen als Geschöpf Gottes. Kaum hingen aber alle Fahnen, wurden am Donnerstagabend Schmierereien an der Pauluskirche entdeckt – aufgekritzelt an der Türrahmung der Kirche und an dem Schriftzug „Pauluskirche“ von denjenigen, die diese Überzeugung anscheinend nicht teilen. „Ich bin total entsetzt über diese miese Aktion“, sagt Pfarrer Markus Möhl, Vorsitzender des Presbyteriums, und findet weitere, deutliche Worte: „Ich finde es beschämend, dass Menschen anscheinend überhaupt keinen Respekt vor anderen Lebensentwürfen haben und dermaßen unsachlich, respektlos und dumm ihre Meinung kundtun – ganz abgesehen von der Sachbeschädigung, die sie begangen haben“. Umso mehr Energie werde man in nächster Zeit investieren, um sich als Gemeinde weiterhin deutlich zu positionieren, kündigt der Presbyteriumsvorsitzende an. „Dazu haben wir schon Ideen und werden mit Sicherheit weiterhin ganz klar Stellung beziehen“.

Hinweis zum Foto: Der Inhalt der Schmierereien ist bewusst retuschiert.

Flutkatastrophe: Jetzt spenden!

SPENDE FÜR BETROFFENE DER FLUTKATASTROPHE: Auch wir trauern um die Todesopfer der Flutkatastrophe und beten für die Angehörigen um Kraft und Hoffnung. Auch für die Betroffenen der schlimmen Überschwemmungen beten wir und rufen gerne mit vielen Hilfsorganisationen zur Unterstützung auf. Was die evangelische Kirche tut und das Spendenkonto der Diakonie findet Ihr hier: https://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/notfallseelsorge-unterstuetzt-rettungskraefte/

Per Überweisung:

EmpfängerDiakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE 79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Online unter www.kollekte-online.de/hochwasser 
oder
über betterplace.org: https://www.betterplace.org/de/projects/97611-schnelle-hilfen-fuer-hochwasser-geschaedigte-in-rheinland-westfalen-lippe

Neustadtkirche verkauft

Die ehemalige Neustadtkirche und das angrenzende Wichernhaus haben den Besitzer gewechselt: Metin Dedelin hat den Gebäudekomplex von der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen gekauft und schon mit dem Umbau begonnen. „Wir sind sehr froh, dass wir in Herrn Dedelin einen Investor gefunden haben, der unsere ehemalige Kirche einem neuen Zweck zuführt“, freut sich Baukirchmeister Ulli Schulte, der zusammen mit Sachbearbeiter Carsten Wicke vom Kreiskirchenamt in Hamm vergangene Woche symbolisch alle Schlüssel an den neuen Besitzer übergab. Besonders freue man sich, dass Metin Dedelin sich bereit erklärt hat, das RTL-Kinderhaus „Lunch Club“ als Mieter zu übernehmen. Der wiederum wird im Sommer in die untere Etage, in der sich die ehemalige Kirche befand, umziehen und kann dort über größere Räumlichkeiten und barrierefreie Zugänge verfügen. Die übrigen Räume werden zu Wohneinheiten umgebaut.

Übergaben die Schlüssel an Metin Dedelin (Mitte): Baukirchmeister Ulli Schulte (rechts) und Carsten Wicke vom Kirchenkreis Hamm. (Foto: Möhl)

Konfirmationen in der Stadthalle

Am 20. und 27. Juni konnten in der Ahlener Stadthalle vier Konfirmationsgottesdienste stattfinden, in denen die Einsegnung von insgesamt über 60 Jugendlichen nachgeholt wurde, die schon vor knapp eineinhalb Jahren geplant gewesen war.

„Auf diesen Tag haben wir lange gewartet“, begrüßte Pfarrerin Martina Grebe die Konfirmanden und ihre Familien in zwei Gottesdiensten, „und jetzt ist er endlich da.“ In ihrer Predigt erklärte Grebe die Bedeutung der Konfirmation: Bei der Taufe geht Gott einen Bund mit seinen Kindern ein, den sie bei der Konfirmation bestätigen. Grebe erzählte von der bedingungslosen Liebe und der Tradition, Gottes Gebote und den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben. Aus Empfängern der Botschaft würden selbst Botschafter des christlichen Glaubens, erklärte Martina Grebe die neue Rolle, die die Konfirmanden als jetzt vollwertige und mündige Gemeindeglieder übernehmen. Dabei bräuchten sie aber keine Angst haben, denn sie seien nicht alleine. Grebe erinnerte an den Zusammenhalt, den die Gemeinschaft bietet und an den Beistand Gottes. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Kirchenmusikerin Helene Buschbach.

Die anderen beiden Konfirmationsgottesdienste wurden von Pfarrer Markus Möhl gehalten. Möhl erinnerte an die Tradition dieser christlichen Zeremonie. Konfirmation sei „eine Art Vergewisserung, eine Taufe 2.0“, erklärte er und stellte die Frage, ob und wie die Sprache der Bibel und die christlichen Traditionen zu unserer modernen Gegenwart passen. Die Frage bejahend erklärte Möhl, dass sich an Gottes Angebot von Schutz, Liebe und Geborgenheit bis heute nichts geändert habe. Als Symbole dafür zeigte er zwei Gegenstände, die die Konfirmanden aus ihrem alltäglichen Leben kennen – ein Lichtschwert aus der Filmreihe „Star Wars“ und eine Feder. Wie ein Schwert könne die Bibel zum Nachdenken anregen darüber, ob man in seinem Leben an einen Punkt gekommen ist, wo man einen „Cut“ machen muss. Die Angst vor einem solchen Einschnitt oder Neubeginn könnten die Worte aus der Bibel nehmen, denn dieses Buch sei auch ein „Motivationstrainer“, so Möhl. Neben dem Schneiden könne man mit einem Schwert auch kämpfen. „Die Macht ist mit dir“, zitierte Möhl das Motto der „Star Wars“-Filme und erklärte, dass es in der Bibel auch darum gehe, für die eigene Zukunft und die der Welt, für Frieden, Freiheit und Menschenrechte zu kämpfen, damit jeder und jede die Persönlichkeit sein kann, die er oder sie sein will.

Als zweiten Gegenstand zeigte Markus Möhl eine Feder, mit der man zum Lachen gebracht werden kann. Sie steht für die Stellen der Bibel, wo es um die Freude geht, wo es „bunt, leicht, unbeschwert“. Aber die Feder könne auch Trost spenden und streicheln, wenn man traurig ist. Trost finde sich auch in vielen Sätzen und Geschichten der Bibel, die daran erinnern, dass Gott seine Geschöpfe liebt und für sie da ist. „Kraftquellen und Hoffnungssätze sind das“, betonte Möhl und ergänzte „Dieses dicke Buch hat es in sich.“ Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Kantorin Larissa Neufeld am Keyboard und Markus Möhl (Gesang). Text: Marina Schwandt

Sommerkirche beginnt

Abendliche Andachten, gute Musik und wertvolle Worte – das sind die wesentlichen Bestandteile der Sommerkirche. An insgesamt sechs Donnerstagabenden ab dem 8. Juli, jeweils um 20.00 Uhr, finden diese kurzen Gottesdienste in der Pauluskirche statt, die von den Pfarrerinnen und Pfarrern sowie den Kirchenmusikerinnen und -musikern gestaltet werden. Die stimmungsvoll ausgeleuchtete Kirche sowie viele Kerzen schaffen eine besondere Atmosphäre. Auch das Abendmahl wird in einer kurzen Form in einigen Andachten der Reihe gefeiert. Für die Gottesdienstbesucher besteht die Möglichkeit, Kerzen anzuzünden und auf Anfrage einen persönlichen Segen durch den Geistliche oder die Geistliche zu erhalten.

„Lauftreff“ in den Ferien nur mittwochs

Der „Lauftreff“ der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen findet in den Sommerferien nur mittwochs um 10.30 Uhr am Treffpunkt „An der Langst“ statt. Der Termin am Donnerstag wird erst Mitte August wieder aufgenommen. Wegen mangelnden Interesses wird der Lauftreff im Berliner Park eingestellt.
Interessierte können sich bei regenfreiem Wetter am Parkplatz „Landrestaurant zur Langst“ treffen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Länge des Spaziergangs bestimmen die Laufpartner selbst. In Dolberg und Walstedde gibt es einen Spaziergang-Treff nach Absprache.
Bei Rückfragen: Sabine Buchholz (Mittwoch, 02382-9402729) Gisela Selberg (Dolberg, 02388-2601), Gabriele Dobratz (Walstedde, 02387-371).
Foto: pixabay.de

Entwidmungsgottesdienst in Walstedde

Mit einem Gottesdienst am 4. Juli um 11 Uhr verabschiedet sich die Evangelische Kirchengemeinde Ahlen vom Paul-Gerhardt-Haus in Walstedde. Durch die so genannte Entwidmung wird das Haus künftig kein kirchlicher Ort mehr sein. Das Leitungsgremium der Kirchengemeinde hatte im Dezember 2020 nach langem Vorlauf „sehr schweren Herzens aber aus guten Gründen“ beschlossen, wie Pfarrer Markus Möhl als Vorsitzender des Presbyteriums betont, den Standort in Walstedde aufzugeben. Das Gebäude konnte durch einen Grundstückstausch an die Stadt Drensteinfurt veräußert werden.
Bei dem Entwidmungsgottesdienst, zu dem alle evangelischen Gemeindeglieder eingeladen sind und vorab per Post über den Termin informiert wurden, werden einzelne Teile wie die Bibel, die Altarkerzen oder das Taufbecken aus dem Paul-Gerhardt-Haus getragen, um dann zunächst in Räumen der Kirchengemeinde aufbewahrt zu werden. Neben Mitgliedern des Pfarrteams und des Presbyteriums werden sich auch der Drensteinfurter Bürgermeister Carsten Grawunder, der Synodalassessor des Kirchenkreises, Dr. Tilman Walther-Sollich, sowie Pater Johnny von der katholischen Kirchengemeinde beteiligen. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, im Garten noch beisammen zu bleiben.
Künftig soll zunächst einmal im Monat ein evangelischer Gottesdienst in der katholischen St. Lambertus-Kirche stattfinden. An den anderen Sonntagen werde ein Gottesdienst-Taxi nach Ahlen angeboten, informiert Pfarrer Möhl vorab. Weitere Informationen werden im Entwidmungsgottesdienst am 4. Juli, zu dem keine Anmeldung notwendig ist, und über die lokale Presse bekannt gegeben.