Treffen für Eltern von LGBTQ-Kindern

Erst kürzlich hat die Evangelische Kirchengemeinde Ahlen mit den Regenbogenflaggen an allen Kirchtürmen ein Zeichen gesetzt für Toleranz und Respekt gegenüber schwulen, lesbischen, bisexuellen, Transgender- oder queeren Menschen. Auf dieses Zeichen folgt jetzt ein konkretes Angebot: Am 9. September um 20 Uhr lädt Pfarrerin Cornelia Schütter in den Räumen der Christuskirche (Gemmericher Straße 41a) zu einem ersten Treffen für Eltern mit LGBTQ-Kindern jeden Alters an. „Wenn nämlich die eigenen Kinder sich als lesbisch, schwul, bi oder trans outen, dann ist es für Eltern nicht immer leicht, damit umzugehen“, sagt Pfarrerin Schütter. Die Gesellschaft zeige sich in den letzten Jahren scheinbar toleranter für Lebensformen jenseits der Norm, hat Pfarrerin Schütter festgestellt. Aber tatsächlich gebe es immer noch weitverbreitete Vorurteile und auch Anfeindungen. Bei dem Treffen in der Christuskirche soll es deshalb zu einem offenen Austausch kommen und Eltern sollen die Gelegenheit haben, Fragen zu stellen, Sorgen auszusprechen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Kontakt Pfarrerin Schütter: (02382) 855 66 35, Cornelia.Schuetter@kirchenkreis-hamm.de

Neue Gottesdienstreihe: „FreitagsKirche“

Weil die „SommerKirche“ gerade in diesem Jahr von vielen Menschen besucht wurde, wird im September eine neue Gottesdienstreihe starten: Unter dem Titel „FreitagsKirche“ gibt es in den kurzen Abendandachten Worte und Musik, mit denen man die Woche ausklingen lassen und zur Ruhe kommen kann.
Jeweils am ersten Freitag im Monat – außer zum Auftakt, der am 10. September sein wird – laden Pfarrerin Dr. Petra Gosda und Kantorin Larissa Neufeld um 19 Uhr in die Pauluskirche ein, die dann stimmungsvoll ausgeleuchtet ist. „Diese Andacht ist ökumenisch offen und wir freuen uns über Besucher aus anderen Gemeinden“, betont Dr. Gosda. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht die Möglichkeit, sich persönlich segnen zu lassen und am Ausgang (kostenlos) Kerzen anzuzünden.
Der nächste Termin für die „FreitagsKirche“ ist dann der 1. Oktober.

Foto: pixabay

Kirchenmusik im September

Nachdem nun auch Konzerte im Rahmen der „3G-Regelung“ möglich sind, stehen im September gleich zwei kirchenmusikalische Veranstaltungen an.
Am Sonntag, 19. September, heißt es um 17 Uhr wieder „Musikalischer Ausklang“. In der Konzertreihe präsentiert sich diesmal das Streichorchester der Pauluskiche – eine neue Gruppe, bestehend aus Hobbymusikerinnen, die Spaß am gemeinsamen Musizieren haben. Zu hören sein wird dann das „Concerto für Streicher und Klavier“ von Johann Georg Albrechtsberger (1736-1809).
Am Freitag, dem 24. September, wird dann nach langer Zeit wieder einmal der Kinderchor auftreten. Um 17 Uhr geben die Kinder in der Pauluskirche Filmsongs und Disney-Melodien zum Besten. Als Instrumentalisten aus der Gemeinde sind Lucy Bladowsky (Klarinette) und Liam Heuwagen (Trompete) dabei.Die musikalische Leitung der Konzerte hat Kantorin Larissa Neufeld.

Am Ausgang wird um eine Spende für die Kirchenmusik gebeten.
(Foto: Pexels.com)

„Musikalischer Ausklang“ mit bekannten Melodien

Seit Mai 2020 sei es das erste Mal, dass wieder ein „Musikalischer Ausklang“ stattfinden könne, machte Kantorin Larissa Neufeld gleich zu Beginn die Besonderheit des Konzerts am 22. August in der Pauluskirche deutlich. Und dafür hatte sich die Kirchenmusikerin zwei gute Freundinnen eingeladen, die in Ahlen keine Unbekannten sind: Annika van Dyk und Rebecca Engel sorgten mit bekannten Melodien aus Oper und Musical für Gänsehaut bei den zahlreichen Zuschauern, deren großem Applaus man entnehmen konnte, wie sehr das Konzerterlebnis vermisst worden war.
Gleich zu Beginn zeigten die beiden Sängerinnen mit der „Barcarole“ aus der Oper „Hoffmanns Erzählungen“, wie gut ihre Stimmen harmonieren. Auch das anschließende „Blumenduett“ aus der Oper „Lakmé“ von Leo Delibes ließ die Zuhörerinnen und Zuhörer aufhorchen, zumal es aktuell für den Werbeclip einer bekannten Fruchtaufstrichsorte verwendet wird. „Wenn Sie also Appetit auf ein Marmeladenbrötchen verspüren, wundern Sie sich nicht“, moderierte Annika van Dyk das gefühlvolle Stück des französischen Komponisten humorvoll an. Die rhytmischen Feinheiten in der Musik der „West Side Story“ von Leonard Bernstein meisterten die Sopranistinnen ebenfalls gekonnt und ließen die sängerische Auseinandersetzung über die Liebe zwischen der Hauptfigur Maria und Anita auch mimisch lebendig werden.
Mit dem Duett „I still belive“ aus dem bekannten Musical „Miss Saigon“, einer ebenso anrührenden wie kraftvollen Version des beliebten Popsongs „You raise me up“ und dem Abendsegen aus Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ beendeten van Dyk und Engel ihr Musikprogramm, bei dem sie gewohnt souverän und aufmerksam von Kantorin Larissa Neufeld am Flügel begleitet wurden. Der starke Beifall am Schluss konnte das Trio zu einer Zugabe bewegen und ließ den „Musikalischen Ausklang“, der künftig wieder monatlich stattfinden soll, so ausklingen, wie er begonnen hatte – mit der „Barcarole“ von Jacques Offenbach.

Gottesdienste ab sofort mit 3G-Regelung

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen hat in seiner Sitzung am 19. August beschlossen, sich die Empfehlungen der Evangelischen Kirche von Westfalen zur neuen Coronaschutzver-ordnung des Landes NRW vom 20.8.2021 grundsätzlich zu Eigen zu machen.

Demnach ist ab einer Inzidenz von 35 der Gottesdienstbesuch nur nach der „3G-Regelung“ für Geimpfte, Genesene oder Getestete möglich. Getestete sind Personen, die über ein bescheinigtes negatives Ergebnis eines höchstens 48 Stunden alten Antigen-Schnelltests oder einen von einem anerkannten Labor bescheinigten, höchstens 48 Stunden zurückliegenden PCR-Test verfügen. Außerdem zählen Kinder im Vorschulalter und Schülerinnen und Schüler dazu.

Die entsprechenden Nachweise (Impfnachweis, Genesungsbescheinigung oder Testbescheinigung) werden von Mitarbeitenden am Eingang der Kirche kontrolliert, um so die Einhaltung der 3G-Regel zu überprüfen. Kinder im Vorschulalter benötigen keine Bescheinigung; bei Schülerinnen und Schülern reicht der Schüler*innen-Ausweis.

Durch diese Maßnahmen ist es wieder möglich, Gottesdienste ohne Sitzplatzbeschränkung und Kontaktnachverfolgung zu feiern.

Maskenpflicht beim Gemeindegesang

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen oder FFP-2-Maske gilt nach dem Beschluss des Presbyteriums lediglich bis zum Erreichen des Sitzplatzes und beim Herausagehen aus der Kirche sowie beim Gemeindegesang. Ansonsten kann der Gottesdienst ohne Maske mitgefeiert werden.Außerdem bittet das Presbyterium darum, auch weiter auf Abstand zu achten.

Ihre Meinung ist gefragt – Fragebogen zur Gemeindekonzeption

Zur Zeit können sich die Gemeindeglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen an einer Fragebogenaktion beteiligen, deren Ergebnis in die Beratungen des Presbyteriums zur Gemeindekonzeption einfließen sollen.
„Wir wollen herausfinden, was unsere Stärken sind und welche Schwerpunkte wir in Zukunft setzen wollen. Auch die Frage danach, was und wen wir dafür brauchen werden, wird uns beschäftigen“, informiert Pfarrerin Cornelia Schütter stellvertretend für die Steuerungsgruppe der Gemeindekonzeption. Man wolle dazu die persönliche Meinung der Gemeindeglieder hören, um möglichst viele Sichtweisen berücksichtigen zu können.
Der Fragebogen liegt in den Kirchen aus und ist beim beim Gemeindebüro erhältlich. Außerdem kann er auf hier heruntergeladen werden (s.u). Der ausgefüllte Bogen kann dann entweder per Post ans Gemeindebrüo geschickt oder dort abgegeben werden. Auch eine Übermittlung per Mail ist möglich (HAM-KG-Ahlen@kirchenkreis-hamm.de)
Grafik: pixabay.de

Pfarrerin Petra Gosda in Kenia

Wovor sollte ich Angst haben?“, sagt Dr. Petra Gosda. „Ich bin gegen alles Mögliche geimpft, schlafe unter einem Moskitonetz und verlasse im Dunkeln nicht mehr das Hotel.“ So gerüstet machte sich die Schulpfarrerin aus Ahlen zusammen mit ihrer Tochter Fidelia (24 Jahre) und deren Freundin Lisa (24 Jahre) zu Beginn der Sommerferien auf eine außergewöhnliche Reise, rund 6.000 Kilometer Fluglinie von Deutschland entfernt. „Ursprünglich war diese Reise schon für den Herbst 2020 geplant, aber dann kam ja Corona“, erzählt die Berufsschulpfarrerin, die froh ist, sich jetzt endlich doch auf den Weg machen zu können. Der führte nach Nairobi, der Hauptstadt des ostafrikanischen Landes Kenia. Von da aus ging es weiter zur Küste am Indischen Ozean nach Mombasa und dann in das kleine Dorf Majaoni. 

„Ich möchte endlich meine Patenkinder persönlich kennenlernen“, sagt Pfarrerin Dr. Gosda über den Grund ihrer weiten Reise. Emily, Deborah und Zawadi heißen die drei Mädchen im Alter von 8 bis 13 Jahren. Um eine Schulausbildung machen zu können, sind sie auf finanzielle Patenschaften angewiesen, denn ihre Eltern können das Schulgeld nicht aufbringen. „Mit 80 Euro im Halbjahr für das Schulgeld können die Mädchen weiter zur Schule gehen und werden nicht so früh verheiratet“, sagt Dr. Gosda, selbst Mutter von vier Kindern. Seit ein paar Jahren unterstützt die Pfarrerin eine private Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, gerade Mädchen eine gute Ausbildung zu finanzieren. So können sie geschützt werden vor Zwangsheirat im Kindesalter. 

Im Zusammenhang mit der Schulpatenschaft bekommt Pfarrerin Dr. Gosda Kontakt zu der kleinen christlichen Gemeinde in Majaoni. Fast 80 Prozent der kenianischen Bevölkerung gehören dem christlichen Glauben an und sind in einer der verschiedenen Gemeinden aktiv. Jonathan Maendeleo ist der Pastor in dem kleinen Dorf und der Gründer der Gospel Revival Church Majaoni (Kirche der Erweckung des Evangeliums). Im Dezember 2019 hat er die Gemeinde mit deutschen Spendengeldern ins Leben gerufen und kümmert sich seitdem zusammen mit seiner Frau Maryam um die inzwischen rund 100 Gemeindemitglieder. 

Pastor Jonathan nutzt den Besuch der deutschen Pfarrerin und lädt sie kurzerhand ein, im Gottesdienst zu predigen. So wird aus dem geplanten Urlaubstrip ein Arbeitsbesuch mit Bibelstunden und Predigen im täglichen Nachmittagsgottesdienst. Zudem steht vormittags der Einsatz in der Kirchenschule auf dem Programm. Diese habe Pastor Jonathan während des Lockdowns eröffnet, als die öffentlichen Schulen schließen mussten. Trotz der spontanen Herausforderungen ist Pfarrerin Dr. Gosda beeindruckt von der Reise: „Es ist faszinierend, afrikanisches Leben hautnah kennenzulernen.“ 

Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, kann sich bei Dr. Petra Gosda melden (petra.gosda@kirchenkreis-hamm.de). 

Text: Susanne Schart, Foto: privat

„Kirchenradler“ beim Stadtradeln

Vom 15. August bis zum 4. September 2021 radeln die Ahlener wieder beim diesjährigen Stadtradeln um die Wette.  Zum Mitmachen eingeladen ist wie immer jeder und jede, der oder die in Ahlen wohnt, arbeitet oder einem Verein angehört. Und natürlich sind auch „Die Kirchenradler“, das Team der Evangelischen Kirchengemeinde, wieder mit dabei! 

Dabei zählt jeder Kilometer, egal ob mit dem E-Bike oder dem klassischen Fahrrad, egal ob es die kurze Fahrt zum Bäcker ist oder ein Ausflug in die Umgebung. Und wenn man keinen eingebauten Kilometerzähler besitzt, darf man die Strecke gerne auch schätzen. 

Ab sofort kann man sich schon wieder im Internet registrieren: http://www.stadtradeln.de/ahlen (und dort für das Team „Die Kirchenradler“) . Wer schon einen Account hat, kann diesen einfach reaktivieren.

Wer im Internet zu unsicher ist, kann sich gerne auch im Gemeindebüro (02382/81350) oder bei Pfarrerin Martina Grebe (0176/14211051) anmelden. Dort können dann später auch die gefahrenen Fahrrad-Kilometer telefonisch oder auf einem Zettel angegeben und dem Team gutgeschrieben werden.

„Weil es im letzten Jahr so schön war, soll es ganz sicher auch wieder gemeinsame Radtouren durch die nähere oder auch weitere Umgebung geben“, freut sich Pfarrerin Grebe auf viele Teilnehmende.

Positiver Umweltbericht

Vor mittlerweile drei Jahren hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Ahlen mit ihrer Zertifizierung nach dem Umweltmanagementsystem des „Grünen Hahn“ dazu verpflichtet, ihr Umwelthandeln kontinuierlich, intensiv, qualifiziert und systematisch zu verbessern. 

Die wichtigsten Entwicklungen und Fortschritte sowie zukünftige Aufgaben werden in einem jährlichen Bericht aufgezeigt und benannt. Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie konnte diese Arbeit auch im Jahr 2020 erfolgreich fortgesetzt werden und das Umweltteam zieht eine positive Bilanz:  Für den Stromverbrauch etwa hatte sich die Kirchengemeinde eine Einsparung von 15% bis zum Jahr 2022 vorgenommen. Dieses Ziel wurde bereits Ende 2019 mit 17% erreicht und sogar überschritten. Verglichen mit dem jährlichen Verbrauch ist sie durch die auf mehreren Kirchendächern installierten Photovoltaikanlagen mit einer Erzeugung von insgesamt ca. 26.000 kWh pro Jahr inzwischen auch eindeutig ein Ökostromproduzent. 

Ähnlich sieht es bei der Wärmeenergie aus: Hier lag das Ziel bei 10% Einsparungen bis zum Jahr 2022.  Ende 2019 war auch dieses Ziel mit 17% weniger verbrauchter Energie gegenüber 2017 bereits erreicht und überschritten. U.a. haben die Sanierung und Dämmung der Christuskirche sowie die Erneuerung der dortigen Heizungsanlage zu diesem Ergebnis beigetragen. Die CO2-Bilanz der Kirchengemeinde konnte so deutlich verbessert werden. 

Auch das Thema Verkehr erlebte neue Impulse, nicht zuletzt gestützt durch die Pandemie. So entdeckten viele Gemeindeglieder das Radfahren für sich ganz neu als eine gesunde, sichere und klimafreundliche Möglichkeit zur Entspannung. Das Stadtradeln konnte mit 225.000 gefahrenen Kilometern eine Rekordbeteiligung verzeichnen, fast 9.000 km gingen dabei auf das Team der Evangelischen Kirchengemeinde „Die Kirchenradler“ zurück. 

Im kommenden Jahr 2022 wird der aktuelle Zertifizierungszeitraum abgeschlossen werden. Das Presbyterium hat sich in seiner Sitzung am 17. 6. 2021 bereits einstimmig für die Fortführung des Kirchlichen Umweltmanagementsystems „Grüner Hahn“ auch über den Abschluss des gegenwärtigen Zyklus hinaus ausgesprochen. Die dann anstehende Rezertifizierung wird auf der Grundlage eines neuen und aktualisierten Umweltprogramms sowie einer neuen Schwerpunktsetzung und Priorisierung erfolgen. 

Wer sich näher für die Arbeit des Umweltteams und das System des Kirchlichen Umweltmanagements interessiert, kann sich bei Pfarrerin Martina Grebe über das Gemeindebüro (02382/81350) oder direkt unter 0176/14211051 zu melden. Der Umweltbericht und seine Aktualisierungen können auch auf der Homepage der Kirchengemeinde heruntergeladen werden: https://evkircheahlen.de/ueber-uns/gruener-hahn/.

Ehemalige Presbyter verstorben

Mit Helmut Selberg und Wilfried Niederschierp sind im Juli kurz hintereinander zwei ehemalige Presbyter der Gemeinde verstorben.

Helmut Selberg hat sich besonders für das Gemeindeleben in Dolberg eingesetzt. Er gehörte dem Presbyterium 24 Jahre an und konnte durch seine aufrichtige und klare Art Akzente setzen.

Wilfried Niederschierp war 10 Jahre Mitglied im Presbyteriums. Er hat sich als Baukirchmeister besonders um die Pflege und den Erhalt der  kirchlichen Gebäude verdient gemacht. Außerdem prägte er als langjähriges Mitglied die Evangelische Männerarbeit vor Ort.

„Wir trauern um zwei prägende Persönlichkeiten unserer Gemeinde und sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei den Angehörigen“, sagt Pfarrer Markus Möhl stellvertretend für die Mitglieder des Presbyteriums.