Blumen (nicht nur) für Bienen

Ein Beet, das nicht nur Insekten erfreut, sondern auch das menschliche Auge und die Seele, ist kürzlich an der Paul-Gerhardt-Kirche entstanden. Entlang der Kirche erstreckt sich ein wahres Blütenmeer. Wohin man blickt: Es brummt und summt, und das schon seit Monaten. Hummeln, Honigbienen und ihre ungezählten wilden Artgenossen kommen und laben sich an den Nektarquellen.
„Es war unsere Absicht, im Rahmen der Bewahrung der Schöpfung diese Beete anzulegen“, sagt Pfarrerin Martina Grebe, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen. „Wir wollen mit diesem Projekt den Insekten über die ganze Saison eine ergiebige Futterquelle bieten“. Dazu hat sich die Pfarrerin fachkundige Verstärkung geholt: Mit im Blumenboot sitzt noch Reinhold Leuthardt, der als Gärtnermeister der fach- und sachkundige Leiter des Projekts ist. Ihm zur Seite stehen Manfred Röttjes sowie Horst Schulte (Förderverein Paul-Gerhardt-Kirche).
Mit großer Sachkenntnis hat sich der Gärtner aus Leidenschaft in die Planung gestürzt. „Die Pflanzen mussten so gewählt sein, dass sie praktisch über ein halbes Jahr hinweg für Insekten etwas bieten“, umreißt Reinhold Leuthardt die Bedingungen. Für den Gartenfachmann war das kein wirkliches Problem.
Mit diesem Projekt will die Evangelische Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen: „Was wir hier gemacht haben, kann jeder in seinem Garten oder auf dem Balkon in anderem Maßstab nachvollziehen“, appelliert Pfarrerin Martina Grebe ans Umweltbewusstsein. (Text und Foto: R. Steinhorst)

Jugendgruppe trifft sich wieder

Die Jugendgruppe der Kirchengemeinde ist nach der Corona-Krise neu gestartet: Bei einem ersten Treffen nach den Sommerferien auf der Wiese an der Pauluskirche ging es vor allem um die Planung der Angebote für die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die in diesem Frühjahr konfirmiert worden wären und nun als „Jugendliche“ zu verschiedenen Aktionen eingeladen wurden. Besonders ein Ausflug zum Kletterpark im September steht dabei hoch im Kurs.

Fahrradtour der „Kirchenradler“

Ihre Auftakt-Radtour führte die „Kirchenradler“, die beim diesjährigen Ahlener Stadtradeln dabei sind, am 9. August nach Hamm zur Pauluskirche. Dort besichtigten sie die Ausstellung „Menschsein – mit allen Sinnen“ des Künstlers Harald K. Müller, der den sieben Teilnehmenden persönlich seine Skulpturen zeigte und erläuterte. Insgesamt 35 Kilometer legten die Radler bei ihrem Ausflug zurück und trafen sich zum gemütlichen Ausklang in der Gastwirtschaft „Kötter“ in Heessen.

Keine Anmeldung mehr nötig für Gottesdienste

Nach den Sommerferien besteht in der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen wieder die Möglichkeit, ohne vorherige Anmeldung an den Gottesdiensten teilzunehmen. Dies hat das Presbyterium in seiner letzten Sitzung beschlossen. Weiterhin bestehen bleibt wegen des Abstandsgebots allerdings die Begrenzung der Platzanzahl in den einzelnen Kirchen. „Wir hoffen zwar nicht, dass es passiert, aber wir müssen uns mit der Aussetzung der Anmeldepflicht vorbehalten, bei einer vollen Kirche keine Personen mehr einzulassen“, bittet Pfarrerin Dorothea Helling, Vorsitzende des Presbyteriums, vorab um Verständnis für diese Regelung.
Die Gottesdienste werden vorerst im derzeit praktizierten Rhythmus weiter gefeiert – jeweils im 14-tägigen Abstand in der Kombination Pauluskirche / Walstedde und Paul-Gerhardt-Kirche / Christuskirche um 9.30 Uhr und 11 Uhr. Die genauen Termine sind an den Kirchen und in den Schaukästen ausgehängt. Außerdem liegen Infozettel aus und die Gottesdiensttermine für August und September stehen unten zum Download bereit.

Was die Treffen von Gruppen und Kreisen angeht, so bittet das Presbyterium darum, sich über die jeweils Leitenden zu informieren.

Ein weiterer Beschluss des Presbyteriums ermöglicht wieder Taufen und Trauungen unter Einhaltung des Schutzkonzepts, die in gesonderten Gottesdiensten gefeiert werden. Dazu gehört auch das Tragen des Mund- und Nasenschutzes während des gesamten Gottesdienstes sowie der Verzicht auf das gemeinsame Singen. Auch die Platzbegrenzung (genaue Platzanzahl zu erfragen im Gemeindebüro unter 02382-81350) gilt. Die bis jetzt schon vorliegenden Anfragen werden durch die Pfarrerinnen und Pfarrer nach und nach „abgearbeitet“. Die kommenden Termine können über das Gemeindebüro vereinbart werden.

Im Gespräch mit: Rusmawati Gultom

Das Corona-Virus kennt keine Grenzen: Auch in der Partnerkirche des Evagelischen Kirchenkreises Hamm, der „Huria Kristen Indonesia“ auf Sumatra hat es verheerende Folgen.
Diakonin Rusmawati Gultom ist derzeit im Kirchenkreis Hamm und berichtet in unserem Interview von Ihrer Arbeit und von den besonderen Problemen, die das Virus in ihrem Heimastland verursacht.

Das Interview, das Pfarrer Markus Möhl mit Rusmawati Gulton geführt hat, seht Ihr hier:

Wenn Ihr spenden wollt für unsere Glaubensgeschwister in Indonesien, dann hier: IBAN DE67 3506 0190 2007 7200 28, Verwendungszweck: 35100/27710382 HKI Corona.

Gast aus Sumatra in der Sommerkirche

Huria Kristen Indonesia (HKI) ist die Partnerkirche auf Sumatra, die seit über 40 Jahren mit dem Kirchenkreis Hamm verbunden ist. Für die Evangelische Kirchengemeinde Ahlen spielte diese Partnerschaft immer schon eine besondere Rolle. Fast 700 Gemeinden und über 300.000 Christinnen und Christen gehören zur HKI, und viele von ihnen sind aktuell in großer Not. Denn die Pandemie trifft die Menschen dort unter sehr viel härteren Bedingungen.

Mit einem besonderen Gast lädt die Kirchengemeinde deshalb im Rahmen der Sommerkirche am 6. August 2020 um 20.30 Uhr in die Pauluskirche ein: Rusmawati Gultom, die als Mitarbeiterin der HKI seit knapp einem Jahr im Kirchenkreis Hamm lebt und arbeitet, wird über die Situation in Indonesien unter den Bedingungen von Corona berichten.
„Für sehr viele Menschen dort geht es um Leben und Tod“, berichtet Pfarrerin Martina Grebe, denn neben der Infektionsgefahr bedeute die Ausgangssperre auch eine unmittelbare Bedrohung der täglichen Versorgung. Viele Menschen arbeiten in der Landwirtschaft oder bewirtschaften eigene Felder zur Selbstversorgung, doch dies ist aufgrund der Ausgangssperre zurzeit kaum möglich. Dadurch kommt es zur Verknappung und Lieferengpässen, die wiederum enorme Preissteigerungen nach sich ziehen. So können sich gerade die ärmeren Familien nicht einmal mehr das Notwendigste leisten: Reis, Bohnen, Zucker, Öl, Maismehl oder auch Seife, alles ist fast unerschwinglich teuer geworden. „Auch die soziale Absicherung bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit ist nicht so gut, wie bei uns.“ fügt Pfarrerin Grebe hinzu. 
Auf Initiative der Kirchengemeinde soll es darum nun ein breit angelegtes Projekt zur Unterstützung der Glaubensgeschwister in Indonesien geben. „Die Sommerkirche am 6. August ist der Auftakt“, wirbt Pfarrerin Grebe. „Wenn wir mehr voneinander wissen, fällt es leichter, zu helfen.“ Geplant sind außerdem bereits ein Nähprojekt und ein Sponsorenlauf.

Spenden zugunsten der Partnerkirche HKI sind aber auch unabhängig von diesen Aktionen sehr willkommen und können direkt auf das Sonderkonto des Kirchenkreises eingezahlt werden:

Die Kontoverbindung lautet:
Ev. Kirchenkreis Hamm, Kreiskirchenkasse
KD Bank Dortmund
IBAN: DE67 3506 0190 2007 7200 28
Verwendungszweck: 35100 / 27710382 HKI Corona

Urlaub auf Balkonien

Auf den diesjährigen „Urlaub ohne Koffer“ auf Balkonien hatten sich viele Senioren aus der evangelischen und katholischen Gemeinde gefreut, dann kam Corona dazwischen. Doch das Helferinnenteam um Sabine Holzkamp (Caritas) und Pfarrer Martin Frost blieb nicht untätig. Jeder Teilnehmer der vergangenen vier Jahre wurde in der Urlaubswoche ab dem 27. Juli täglich zu Hause besucht und erhielt eine kleine Aufmerksamkeit, z.B. ein Platzset mit Erinnerungsfotos aus dem vergangenen Jahr, eine Frisbeescheibe für die Bewegung oder eine Plätzchentüte mit Sonnenblumenkarte. „Auch ganze kurze Begegnungen an der Haustür können Glück für einen ganzen Tag bringen“, freute sich Martin Frost über die erfreuten Reaktionen der Senioren auf die Aktion, die vom Förderverein Diakonie e.V. unterstützt wurde. 2021 wird es, so hoffen alle, wieder ein komplettes Wochenprogramm geben. (M. Frost)

Erfolgreicher Umweltbericht

Vor zwei Jahren hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Ahlen mit ihrer Zertifizierung nach dem Umweltmanagementsystem „Grüner Hahn“ dazu verpflichtet, ihr Umwelthandeln kontinuierlich, intensiv, qualifiziert und systematisch zu verbessern. Wie das System funktioniert und das Umweltteam arbeitet, wird in einem jährlichen Bericht zusammengefasst, der die wichtigsten Entwicklungen und Fortschritte, aber auch zukünftige Aufgaben auf-zeigt und benennt. Dabei werden unter anderem die Bereiche Energie, Wasser, nachhaltige Beschaffung, Plastikvermeidung, Gestaltung der Außenanlagen, Arbeitssicherheit, Abfall und Verkehr analysiert. Auch die Beteiligung der Gemeinde ist ein wichtiges Thema.
Im vergangenen Jahr konnten überraschende Ergebnisse, insbesondere in der Einsparung klima-schädlicher CO2 – Emissionen erzielt werden: So konnten allein der Stromverbrauch von Anfang 2017 bis Ende 2019 um 17% reduziert werden. Selbstverständlich nutzt die Kirchengemeinde seit Jahren ausschließlich qualifizierten Ökostrom. Genau betrachtet, produziert sie mit 26.000 kWh sogar deutlich mehr als sie verbraucht (18.000 kWh) und ist damit ein Ökostrom-Lieferant.
Auch der Verbrauch an Wärmeenergie konnte weit über das bisher angestrebte Ziel von 10% hinaus reduziert werden: Mit 17% weniger verbrauchter Energie gegenüber 2017 wurde die CO2-Bilanz der Kirchengemeinde deutlich verbessert. Hier stechen besonders die Einsparungen im Bereich der Pauluskirche und des Pauluszentrums hervor, die vor allem durch eine passgenaue Einstellung der Heizungsanlagen sowie durch Schulungen der Mitarbeitenden und Nutzenden erreicht werden konnte.
Mit der weitreichenden und grundlegenden Renovierung der Christuskirche, die unter anderem auch die Erneuerung der veralteten Heizungsanlage und eine Dämmung der Oberdecke beinhaltete, erhofft sich die Gemeinde in Zukunft auch für dieses Gebäude eine Verbesserung der Energiebilanz.
Auch neue Bereiche sind in die Aufmerksamkeit der Arbeit des Umweltteams getreten: So wird künftig etwa die naturnahe Gestaltung der Außenanlagen rund um die Kirchen und Gemeindehäuser ein wichtiges Thema sein. Ebenso arbeitet das Team an einer Beschaffungsordnung für die gesamte Kirchengemeinde, die auf mehr Nachhaltigkeit, regionale und saisonale oder aber fair gehandelte Produkte sowie weniger Verpackungsmüll und Plastik achten lässt.
Bei all dem geht es natürlich auch um die Mitarbeit und Akzeptanz der Gemeindeglieder, die durch Aufklärung, Vorträge, Schulungen und Beteiligungsprojekte gefördert werden soll.
Wer sich für die Arbeit des Umweltteams und das System des Kirchlichen Umweltmanagements interessiert, kann sich bei Pfarrerin Martina Grebe über das Gemeindebüro (02382 – 81350) oder direkt unter (0176 – 14211051) zu melden. Der Umweltbericht und seine Aktualisierungen können auch auf der Homepage der Kirchengemeinde heruntergeladen werden http://www.evkircheahlen.de. (M.Grebe)

„Kirchenradler“ beim Stadtradeln

Es geht wieder aufs Rad: Vom 9. bis zum 29. August findet auch in diesem Jahr in Ahlen wieder das Stadtradeln statt. Und natürlich ist auch die Evangelische Kirchengemeinde mit ihrem Team „Die Kirchenradler“ wieder am Start. Zum Mitmachen eingeladen ist jeder und jede, der oder die in Ahlen wohnt, arbeitet oder einem Verein angehört. Dabei zählt jeder Kilometer: egal ob mit dem E-Bike oder dem klassischen Fahrrad, egal ob es die kurze Fahrt zum Bäcker ist oder ein Ausflug in die Umgebung, und selbst ohne einen eingebauten Kilometerzähler, denn man darf die Strecke auch schätzen.
„Kleinvieh macht auch Mist!“ erinnert Pfarrerin Martina Grebe, die das Team „Die Kirchenradler“ zusammen mit dem Umweltteam der Kirchengemeinde organisiert. „Je mehr Menschen mitmachen, desto größer unsere Chance, es wieder unter die ersten Zehn zu schaffen!“ Aber natürlich geht es nicht nur um den Wettkampf: „In erster Linie soll es Spaß machen, die Gesundheit fördern und ein Zeichen setzen: für mehr Klimaschutz und eine andere Mobilität!“, so die Pfarrerin. Und auch gemeinsame Ausflüge der Kirchenradler sind in diesem Jahr bereits in der Vorbereitung.
Wer mitmachen will, kann sich im Gemeindebüro (02382-81350) oder bei Pfarrerin Grebe (0176-14211051) anmelden. Dort können dann auch die gefahrenen Fahrrad-Kilometer angegeben und von dort aus zentral dem Team gutgeschrieben werden.
Für alle, die das im Internet selbst erledigen können, ist die Registrierung unter http://www.stadtradeln.de/ahlen (und dort für das Team „Die Kirchenradler) möglich.

Predigt „to go“ zum Download

Heute könnt Ihr sie wieder aus den Info-Boxen an unseren Kirchen mitnehmen: Die Predigt „to go“, diesmal von Pfarrerin Dorothea Helling. Und hier könnt Ihr sie downloaden:

Übrigens: Wir haben uns entschlossen, die „Predigt to go“ nun doch beizubehalten – die Nachfrage war groß. Deshalb findet Ihr sie nach den Gottesdiensten immer in den Info-Boxen und hier auf der Homepage.
Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen dazu!
(Foto: congerdesign/Pixabay)