Synode beschließt Schritte zum neuen Kirchenbild

Die Synode des Ev. Kirchenkreises Hamm hat am Dienstagabend, 23. Juni, und am Mittwoch, 24. Juni 2026, im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Hamm an der Christuskirche Hamm Westen die Weichen für die Weiterarbeit mit dem Transformationsprozess „Wegen Umbau geöffnet“ gestellt. Einstimmig hat die Synode beschlossen, das seit der Sondersynode im März 2026 auf allen Ebenen diskutierte Modell „5 + X“ für ein neues Kirchenbild weiter zu verfolgen. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus den Kirchengemeinden Ahlen und Sendehorst haben dafür gestimmt.
Um den Kirchenkreis bis 2050 zukunftsfähig aufzustellen, soll die kirchliche Arbeit künftig in Schwerpunkt-Kirchen oder Schwerpunkt-Konzepten und zusätzlichen Vor-Ort-Kirchen oder Vor-Ort-Konzepten gestaltet werden. Mit verschiedenen offenen Workshops und vertiefenden Arbeitsgruppen soll zunächst bis zur Herbstsynode am 27. November 2026 beraten werden, wie dieses Konzept gestaltet werden kann. „Das Ziel ist, dass sich die Synode bis Ende 2026 auf ein Rahmenkonzept für die Kirche der Zukunft verständigt. Dieses soll 2027 inhaltlich gefüllt und dann ab 2028 schrittweise umgesetzt werden“, fasst Superintendentin Kerstin Goldbeck den weiteren Prozess zusammen. „Dabei sind die Anzahl und die möglichen Inhalte der Schwerpunkte ebenso wie der lokalen Vor-Ort-Konzepte noch offen. Erst 2027 soll festgelegt werden, wo und in welcher Form diese jeweils entstehen werden“, so die leitende Theologin des Kirchenkreises Hamm.
Hintergrund für diesen Prozess sind zum einen die veränderten Bedarfe und Interessen der Menschen, die mit der Evangelischen Kirche verbunden sind. Ebenso nimmt die Anzahl der Kirchenmitglieder weiter um durchschnittlich drei Prozent jährlich ab. Gegenüber aktuell noch 65.800 werden schon 2035 voraussichtlich nur noch ca. 48.000 Evangelische zum Kirchenkreis gehören. Dies ist mit einem erheblichen Rückgang der Finanzkraft verbunden. Zudem wird auch das pastorale Personal in den nächsten acht Jahren durch Ruhestand und Nachwuchsmangel dramatisch abnehmen. Aktuell gibt es in den zwölf Kirchengemeinden 22,5 Stellen im Interprofessionellen Pastoraldienst, davon 18,75 Pfarrstellen. Zusätzlich gibt es drei Pfarrstellen auf der Ebene des Kirchenkreises. 2035 werden insgesamt im ganzen Kirchenkreis nur noch rund 12 Pfarrpersonen und 6,5 Pastoralkräfte mit anderen Professionen tätig sein.

.


Entdecke mehr von EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE AHLEN

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


Deine Meinung zählt

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..