Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Hamm hat am 20. März in einer Sondersitzung über die nächsten Schritte im Transformationsprozess „Wegen Umbau geöffnet“ beraten. Bis Ende 2027 wollen die Regionen und Arbeitsbereiche gemeinsam klären, in welchen Strukturen und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten der Kirchenkreis bis 2050 zukunftsfähig aufgestellt werden kann. „Die Synode hat gezeigt, dass sie zu tiefgreifenden Veränderungen bereit ist“, fasst die leitende Theologin des Kirchenkreises Superintendentin Kerstin Goldbeck das Ergebnis zusammen.
So haben alle zwölf Kirchengemeinden und der Kreissynodalvorstand im vergangenen Jahr umfangreiche Gebäudekonzeptionen erstellt. Sie enthalten eine strukturierte Detailanalyse und Bewertung der relevanten 124 Gebäude ohne die Kitas, die gesondert betrachtet werden. 50 Gebäude sollen aufgegeben werden. „Die Konzeptionen bieten eine hervorragende Arbeitsgrundlage für weitere voraussichtlich notwendige Veränderungen im Gebäudebestand“, sagte Verwaltungsleiter Burkhard Feige.
Auch das pastorale Personal wird in den nächsten acht Jahren durch Ruhestand und Nachwuchsmangel dramatisch abnehmen. Aktuell gibt es 22,5 Stellen im Interprofessionellen Pastoraldienst, davon 18,75 Pfarrstellen in den zwölf Kirchengemeinden. 2035 werden es nur noch rund 9,5 Pfarrpersonen und 6,5 Pastoralkräfte mit anderen Professionen sein. „Das bisherige Modell der flächendeckenden pastoralen Versorgung in allen Gemeinden des Kirchenkreises ist schon jetzt nur noch bedingt möglich“, stellte Superintendentin Goldbeck fest. Bis zur regulären Sommersynode Ende Juni 2026 sollen deshalb in den Regionen und Arbeitsbereichen des Kirchenkreises Gespräche darüber geführt werden, in welchen Strukturen und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten der Kirchenkreis bis 2050 zukunftsfähig aufgestellt werden könnte. Grundlage dafür ist der zu erwartende Rückgang der Gemeindemitglieder. Gegenüber aktuell noch 68.000 werden schon 2035 voraussichtlich nur noch ca. 48.000 Evangelische zum Kirchenkreis gehören. Zur Kirchengemeinde Ahlen gehören derzeit knapp 9.000 evangelische Christen. Bis 2030 wird sich die Zahl auf etwa 7.000 reduzieren.
An der Sondersynode haben aus Ahlen die Presbyter*innen Kerstin Sohler, Rita Röller und Albert Barrey teilgenommen. Aus dem Pfarrteam waren Martina Grebe, Cornelias Schütter, Martin Frost und Markus Möhl anwesend.
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