Presbyterium beschließt neues Konzept für Gottesdienste

Ein zukunftsweisendes und auf die gottesdienstlichen Schwerpunkte der Gemeinde bezogenes Konzept hat jetzt das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen beschlossen. „Wir setzen auf Konzentration und Stärkung der gut angenommenen Veranstaltungen oder Gottesdienste“, sagt dazu Pfarrerin Martina Grebe als Vorsitzende des Leitungsgremiums. Es werde deshalb nicht mehr standardmäßig den sonntäglichen Gottesdienst im Wechsel an den einzelnen Kirchorten geben, sondern Angebote an Wochentagen werden mehr als bisher im gemeindlichen Konzept berücksichtigt.
Dies werde schon im März praktiziert: So wird an einigen Sonntagen, die auf eine Passionsandacht am Donnerstagabend folgen, kein Gottesdienst stattfinden. „Wir wollen diese Andachten, die seit Jahren von Ehrenamtlichen gestaltet werden, damit aufwerten und ihnen ihre Bedeutung im Kirchenjahr zukommen lassen“, sagt Pfarrerin Grebe. Ähnlich wolle man es halten, wenn die „Freitagskirche“ in der Pauluskirche gefeiert wird oder am Sonntagnachmittag ein Gottesdienst stattfindet, wie z.B. am 15. März um 17 Uhr in der Christuskirche im Rahmen der Themenwochen „Erinnerung und Dialog“. Dann werde es am Sonntagmorgen kein Angebot geben.
Weitere Beschlüsse, mit denen diese neue Ausrichtung weiter verfolgt werden soll, wird das Presbyterium in den nächsten Monaten treffen. Die Gemeinde wird darüber durch die monatlichen Terminblätter (können als Ausdruck über das Gemeindebüro per Post zugeschickt werden), über den WhatsApp-Kanal, die sozialen Medien, die Homepage und die Tageszeitungen informiert. 

Die Beschlüsse stehen im Zusammenhang mit dem Gottesdienstkonzept des Evangelischen Kirchenkreises Hamm im Rahmen des Transformationsprozesses „Wegen Umbau geöffnet“. Es sieht u.a. vor, dass die Gottesdienste vom bislang verbindlichen Sonntag gelöst und an allen Tagen von Montag bis Sonntag stattfinden können. Außerdem können bei Schwerpunktgottesdiensten an bestimmten Tagen andere Gottesdienste an den Sonntagen davor und/oder danach gestrichen werden. Dabei sind die Gemeindeglieder eingeladen, auch über die Grenzen der eigenen Kirchengemeinde hinauszuschauen. So seien z.B. die „Kinderkathedrale“ in Werries, die „sound & silence-Gottesdienste“ in der ThomasKulturKirche in Wiescherhöfen oder die Jugendkirche in Hamm mit ihren unterschiedlichen Formaten Teil einer vielfältigen Gottesdienstlandschaft, die Besucherinnen und Besucher aus dem ganzen Kirchenkreis anziehen. 

Mit der Konzentration und Profilierung von Gottesdiensten wird außerdem die Personalentwicklung der nächsten Jahre in den Blick genommen: 2030 werde es im gesamten Kirchenkreis Hamm pro Wochenende noch etwa sechs bis 10 Pfarrpersonen im aktiven Dienst geben. „Wir wollen uns zukunftsfähig aufstellen und Strukturen schaffen, die von unseren Pastoralkräften auch bewältigt werden können“, sagt Pfarrerin Martina Grebe. In Ahlen werden bis 2030 drei Pfarrpersonen pensioniert, deren Stellen nicht im gleichen Umfang durch Pfarrerinnen oder Pfarrer wiederbesetzt werden können. Nach der für 2027 geplanten Vereinigung mit der Kirchengemeinde Sendenhorst und Vorhelm werden 2030 für Ahlen und Sendenhorst voraussichtlich noch knapp 3,5 Stellen im Interprofessionellen Pastoralteam zur Verfügung stehen, wovon maximal zwei Stellen im Pfarrdienst besetzt sein werden. 


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