Ahlener Friedensbündnis ruft zu Demo auf

Zu einer Demonstration für Frieden, Freiheit und Demokratie ruft das Ahlener Friedensbündnis am 8. Februar um 16 Uhr auf dem Marktplatz auf. Die Mitglieder des Bündnisses, zu denen auch die Evangelische Kirchengemeinde Ahlen gehört, wollen ein Zeichen setzen „gegen jeden politischen Extremismus, gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus, gegen jede Diskriminierung, Intoleranz, Ausgrenzung“, so der Sprecher Benedikt Ruhmöller. Neben einigen Redebeiträgen aus der Ahlener Bevölkerung wird Manfred Breuckmann der Hauptredner sein. Der vom WDR bekannte Moderator setzt sich schon seit Jahren für demokratische Werte ein.

Kirchen schreiben „Brandbrief“ an Abgeordnete

Quelle: evangelisch.de/epd

In einem Brandbrief warnen die beiden Kirchen die Unionsparteien eindringlich davor, Anträge für eine Verschärfung der Asylpolitik mit Unterstützung der AfD durch den Bundestag zu bringen. Sie befürchten einen großen Schaden für die Demokratie.
Die Fraktionen hätten sich mit der Auflösung der Ampel-Koalition darauf verständigt, keine Abstimmungen herbeizuführen, in der die Stimmen der AfD ausschlaggebend sind, heißt es in einem Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten, das dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. „Wir befürchten, dass die deutsche Demokratie massiven Schaden nimmt, wenn dieses politische Versprechen aufgegeben wird“, heißt es darin weiter.
In dem Schreiben, das von den Leitungen der Berliner Büros der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz unterzeichnet ist, äußern die Kirchen Befremden über „Zeitpunkt und Tonlage“ der aktuellen Debatte. „Sie ist dazu geeignet, alle in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten zu diffamieren, Vorurteile zu schüren und trägt unserer Meinung nach nicht zur Lösung der tatsächlich bestehenden Fragen bei“, heißt es darin.
Dem Schreiben ist eine vierseitige Stellungnahme (Download hier) zu dem Entwurf des „Zustrombegrenzungsgesetzes“ der Fraktion von CDU und CSU beigefügt, das am Freitag im Parlament zur Abstimmung gestellt werden soll. In der Stellungnahme heißt es, die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen hätten keinen der Anschläge verhindert, die Anlass für die aktuelle Debatte sind.
Die Attentate von Magdeburg und Aschaffenburg seien von offensichtlich psychisch kranken Personen begangen worden. „Die Taten zeigen aus Sicht der Kirchen daher ein Defizit hinsichtlich des Informationsaustausches unterschiedlicher Behörden und einen eklatanten Mangel an adäquater Versorgung psychisch Kranker auf“, heißt es in der Stellungnahme.
Der Gesetzentwurf der Union sieht unter anderem vor, eine Begrenzung der Migration als Ziel im Aufenthaltsgesetz festzuschreiben und den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten zu beenden. Er wurde bereits im vergangenen Jahr im Bundestag beraten, wird nun aber als Reaktion auf die Messerattacke in Aschaffenburg zur Abstimmung gestellt. Weil SPD und Grüne die Pläne der Union ablehnen, hat der Entwurf nur eine Chance, wenn neben anderen auch die AfD im Bundestag zustimmt. Das gilt auch für zwei Anträge der CDU/CSU-Fraktion zur Verschärfung der Asylpolitik, über die bereits am Mittwoch abgestimmt werden soll. Darin enthalten ist die rechtlich umstrittene Zurückweisung Schutzsuchender an den deutschen Grenzen.

https://www.evangelisch.de/inhalte/238769/29-01-2025/asyl-antraege-der-union-kirchen-schreiben-brandbrief-abgeordnete

Sing along-Gottesdienst am 2. Februar

„Glück muss der Mensch haben“ lautet der Titel des nächsten Sing along-Gottesdienstes am 2. Februar um 17 Uhr in der Pauluskirche (Bismarckstrasse 37, 59229 Ahlen). Dazu haben Kirchenmusiker Martin Göcke und Pfarrer Markus Möhl Lieder und Texte ausgesucht, die glücklich machen können – auch ganz persönlich. „Für mich ist es z.B. ‚Griechischer Wein‘ von Udo Jürgens“, sagt Pfarrer Möhl. Und Martin Göcke hat sich den Song „Don’t worry be happy“ ausgesucht. Auch der Wunsch eines Gottesdienstbesuchers wird dabei sein: „Ich liebe das Leben“ von Vicky Leandros. Dazu kommen wieder moderne Kirchenlieder sowie biblische und andere Texte zum Thema Glück. „Wir wollen dem Glück ein bisschen auf die Spur kommen und hoffen, dass alle am Ende etwas glücklicher nach Hause gehen“, hofft Markus Möhl. Dazu können auch die Texte der Ahlener Dichterin Hillu Baron beitragen, die zum zweiten Mal in einem Sing along-Gottesdienst zu Gast ist.
Ab 16.30 Uhr gibt es in der Pauluskirche wie immer wieder Getränke und Knabbereien.

Gedenken an Auschwitz-Befreiung

Zu einem Gottesdienst anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz laden die Evangelische und die Katholische Kirchengemeinde Ahlen am 27. Januar um 18.30 Uhr in die Christuskirche ein (Gemmericher Strasse 41a, 59229 Ahlen). Kooperationspartner sind die SPD Ahlen und der DGB Ahlen.
„Mit diesem Tag verbinden wir die Brutalität derer, die ein Unrechtsregime in Deutschland aufgebaut haben. und sehen auch, wie massiv manche Strömung von damals uns heute wieder zu fangen versucht“, sagt Pfarrerin Dorothea Helling zum Anlass des Gottesdienstes, den sie zusammen mit dem katholischen Pfarrer Willi Stroband hält. Deshalb liege es „in unserer Verantwortung, aus den Verbrechen der Vergangenheit zu lernen und dafür zu sorgen, dass sie sich nicht wiederholen“ ergänzt der Lokalpolitiker und Mitinitiator Manfred Kreutz das Ansinnen der Gedenkveranstaltung, bei der auch die erste Beigeordnete der Stadt Ahlen, Stephanie Kosbab, eine Ansprache halten wird.

Klarinetten-Trio beim „Musikalischen Ausklang“

Musik für Klarinette, Klavier und Orgel sind beim nächsten „Musikalischen Ausklang“ am 26. Januar um 17 Uhr in der Pauluskirche (Bismarckstrasse 37, 59229 Ahlen) zu hören. Das Klarinetten-Trio Inga Baron, Pascale Schembecker und Claudia Breloh wird zusammen mit Kantorin Larissa Blechmann unter dem Titel „Musik zum Jahresanfang“ Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, Maurice Ravel und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky zu Gehör bringen. 
Mozarts „Divertimenti“ waren im 18.Jahrhundert die perfekte Unterhaltungsmusik – leicht, charmant und voller Eleganz. Der weltberühmte Komponist schrieb viele dieser Stücke, um die Wünsche wohlhabender Auftraggeber zu erfüllen. Dabei ließ er sich dabei aber nicht auf bloße Hintergrundmusik reduzieren, sondern erschuf kleine Meisterwerke, deren Qualität auch heute noch zu hören ist. Mit der Nussknacker-Suite von Tschaikowsky werden die Zuhörer in die zauberhafte Welt des berühmten Balletts entführt, das gerade zum Jahresanfang in vielen Theatern gespielt wird und auch kürzlich erst in der Ahlener Stadthalle zu erleben war. Im Konzert in der Pauluskirche wird die Bearbeitung für Klarinetten-Trio und Orgel zu hören sein.
Der Eintritt zum „Musikalische Ausklang“ ist kostenlos. Kantorin Larissa Blechmann freut sich aber über eine Spende für die Kirchenmusik der Gemeinde.
Auf dem Bild (von links): Pascale Schembecker, Claudia Breloh, Inga Baron.

Neu: Sonntagscafé am 26. Januar

Wer den Sonntag in Gesellschaft verbringen, neue Menschen kennenlernen oder einfach eine schöne Zeit genießen möchte, kann das ab dem 26. Januar beim monatlichen „Sonntagscafé“ tun. Dieser Treffpunkt im Pauluszentrum (Raiffeisenstrasse 3, 59229 Ahlen) öffnet ab 15 Uhr seine Türen und die Mitglieder des Fördervereins Diakonie Ahlen e.V. laden zum reichhaltigen Kuchenbuffet sowie Kaffee, Tee, Kakao und Kaltgetränken ein. Das Angebot ist kostenfrei.
Am 26. Januar kann nach dem Sonntagscafé der „Musikalische Ausklang“ in der Pauluskirche mit Klarinettenmusik besucht werden. Auch dazu ist der Eintritt frei.
Die nächsten Termine sind der 20.2. und der 30.3.

Neu: Ökumenische Andacht für trauernde Angehörige

“Zwischen Trauer und Trost“ heißt ein neues ökumenisches Angebot für trauernde Angehörige, das von Ehrenamtlichen der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen angeregt wurde. Erstmalig soll die Andacht mit anschließender Begegnungsmöglichkeit am 8. Februar (Samstag) um 17 Uhr in der Christuskirche (Gemmericher Strasse 41a, 59229 Ahlen) stattfinden. Beate Lubold und Kerstin Sohler werden eigene Gedanken und tröstliche Gebete einbringen. Pfarrer Markus Möhl und Pastoralreferentin Judith Temme (zu den weiteren Terminen auch Pastoralreferent Ralf Peters und Pfarrerin Dr. Petra Gosda) werden einen geistlichen Impuls beitragen. Die musikalische Gestaltung übernimmt Helene Buschbach.
Nach der Andacht lädt das Team zur Begegnung bei Tee, Wein und Knabbereien in den kleinen Saal der Christuskirche ein. Wer möchte, hat dabei die Gelegenheit, sich mit den andere Gästen über die besondere Trauersituation auszutauschen. Sollte jemand seelsorgerlichen Beistand wünschen, stehen Ansprechpartner*innen zur Verfügung.
Weitere Termine sind für den 12. April und den 4. Oktober geplant.

„Westfälische Krippe“ und Weihnachtsmusik

Auch in diesem Jahr kann die „Westfälische Krippe“ in der Paul-Gerhardt-Kirche wieder vom 27.12.24 bis zum 6.1.25 (außer Silvester) in der Zeit von 15 bis 17 Uhr täglich besichtigt werden. Von 16.00 bis 16.30 Uhr wird Reinhold Leuthardt auf der Lobback-Orgel weihnachtliche Choräle spielen. Die Öffnungszeiten werden von Ehrenamtlichen der Gemeinde betreut.

Viele Jahre konnten die aus Lindenholz handgeschnitzen Krippenfiguren von Alfons Reiberg im Heimatmuseum an der Wilhelmstraße besichtigt werden. Ab 1985 war sie Standardkrippe während der dortigen Krippenausstellungen, in der handgefertigte Krippen, Figuren und Bilder von Ahlenern gezeigt wurden. Die 1,30 Meter großen Krippenfiguren schuf der Künstler nach und nach mit Gesichtern, wie sie auch im Münsterland anzutreffen sind. Durch die textile Gestaltung von Josefine Reiberg und Waltraud Bohnet wurden die Figuren von Maria und Josef, dazu das Jesuskind in der Krippe, zwei Hirten und ein Engel, alle in einem Stall mit einem Schäfchen zur Westfälischen Krippe.
Alfons Reiberg, der auch andere künstlerische Arbeiten wie Seidenstickerei und Exponate aus Ton im Heimatmuseum ausstellte, starb am 30. 11. 2005 in seiner Heimatstadt Ahlen. Zuvor hatte er die Westfälische Krippe der Paul-Gerhardt-Kirche und dem dortigen Förderverein übergeben mit der Bitte, diese jährlich dort zu Weihnachten auszustellen.

„After glow“ – Licht-Kirche zwischen den Jahren

Zur Licht-Kirche zwischen den Jahren lädt die Evangelische Kirchengemeinde in der Zeit vom 27. bis 30.12. in die Pauluskirche (Bismarckstrasse 37, 59229 Ahlen) ein. Zwischen 18 und 21 Uhr ist die Kirche, die stimmungsvoll ausgeleuchtet sein wird, geöffnet und ein Team von Ehren- und Hauptamtlichen wird Tee und andere Getränke anbieten. Dazu wird ruhige Musik eingespielt. „Wer mag, kann einfach für sich alleine in der Bank sitzen, aber auch Gespräche mit den Ehrenamtlichen und anderen Gästen sind im hinteren Bereich der Kirche möglich“, beschreibt Pfarrer Markus Möhl das abendliche Angebot. Gerade die Zeit zwischen den Jahren sei besonders, sagt Möhl. Und viele Menschen, das habe erst jetzt wieder eine Umfrage gezeigt, leiden unter Einsamkeit, darunter auch Jüngere. „Wir wollen dem ein bisschen entgegen wirken“, sagt Pfarrer Möhl, der die Licht-Kirche mit Ehrenamtlichen umsetzt. Der Titel „After Glow“ (Nach-Leuchten) knüpft an das weihnachtliche Licht von der Krippe in Bethlehem an, das auch nach den Feiertagen noch weiter leuchten soll.